POSTED BY fundacioncompartir | Mrz, 03, 2018 |

Wir wollen noch mehr Informationen teilen: in Bezug auf das, was die Kinder gegenwärtig erleben wollen und dürfen.

Die Wirtschaftsweise hat unmittelbare und tiefgreifende Aus wirkungen auf die indigenen Kinder. Zu oft kommt in ihren Gemeinden Nahrungsmittelmangel vor.

Unterernährung und Sterblichkeit von Kindern sind in Argentinien sehr hoch. Viele Krankheiten werden nicht erkannt und bleiben unbehandelt. Als Folge sterben im Durchschnitt landesweit jeden Tag fünf indigene Kinder.

Der Rassismus ist immer noch sehr präsent und spürbar. In vielen Gemeinden leiden besonders Kinder unter mangelnder Akzeptanz, nur weil sie Indigene sind. Viele lehnen aus dieser Erfahrung heraus ihre eigene Herkunft ab, können sich aber trotzdem nie vollständig in die argentinische Kultur der Gegenwart integrieren. Das Gefühl der Identitätslosigkeit trifft viele Indigene, die marginalisiert, verachtet, beraubt und gedemütigt werden. Die heutige Gesellschaft handelt nicht viel anders als die spanischen Eroberer, die die indigenen Völker kolonisierten.

Die gegenwärtige Situation der Kinder und Jugendlichen in Argentinien kann auf der Grundlage der bestehenden Lücken zwischen der aktuellen Realität und der Erfüllung der Verpflichtungen des Landes analysiert werden. Dies berücksichtigt die Bestimmungen des Übereinkommens über die Rechte des Kindes (englisch Convention on the Rights of the Child, auch CRC) und die Millenniums-Entwicklungsziele (MDG). Die CRC berücksichtigt alle Kinder und Jugendlichen, die dem Gesetz unterliegen. Dieses Dokument, das 1990 von Argentinien ratifiziert wurde, weist auf die Bemühungen hin, die in der öffentlichen Politik und im Handeln der Gesellschaft bezüglich Themen, die Minderjährige betreffen, durchgeführt werden müssen.

Die in der CRC verteidigten Rechte können in folgende Gruppen unterteilt werden:

Recht auf Gesundheit, Ernährung und frühkindliche Entwicklung

Recht auf gute und kostenlose Bildung

Recht auf besonderen Schutz, z.B. vor Ausbeutung oder Kinderarbeit

Recht auf Teilnahme an Angelegenheiten, welche die Kinder und Jugendliche selbst betreffen

Das Recht auf Identität, einschließlich der Meinungsfreiheit

Ein Umfeld, in dem all diese Rechte in vollem Umfang respektiert werden, wird als eine schützende Umgebung für Kinder und Jugendliche betrachtet; ob in einer Gemeinde, Provinz oder auf nationaler Ebene. Die Vielfalt der erwogenen Rechte impliziert weder Überlegenheit noch eine wichtigere Bedeutung von einigen gegenüber anderen. Es gibt klare Synergien zwischen dem Recht auf Identität und der Ausübung aller anderen Rechte, zwischen dem Recht auf Gesundheit und Ernährung und der Ausübung des Rechts auf Bildung.

Das Recht auf besondere Schutzmaßnahmen – die der Wiederherstellung bereits verletzter Rechte dienen – ist in Situationen wichtig, in denen die Ausübung der Grundrechte, wie sie oben erwähnt wurden, nicht ausreichend verwirklicht wurde.

Verfasser: Edgar Mazzalay

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